Zu Beginn erfassten die Veranstaltungen verschiedene Epochen der Filmgeschichte: Vom Stummfilm zum Tonfilm (1986), dem Nachkriegsfilm 1945 – 1955 (1987), den 50er Jahren (1988), dem Hollywood-Studio-System 1930-1960 (1989), dem amerikanischen (1990), und dem französischen Stummfilm (1991).
Drei Mal - 1994 mit den frühen Kamera-Pionieren, 1995 mit Nagisa Oshima und 2002 mit Orson Welles standen bedeutende Persönlichkeiten im Mittelpunkt der Vorträge und Filmsichtungen. Eine Zeit lang beschäftigten wir uns dann mit Einzelaspekten der filmischen Umsetzung: dem Ton (1996), der Lichtsetzung (1998) und der Fotografie, also dem Kontrast zwischen stehendem und bewegtem Bild (1999).
Seit dem Jahr 2000 sind die Themen fast philosophischer Natur wie die Reflexion über das Phänomen der "Zeit im Film" (2000), über die Grenzen der Realität (2001), über "Wahrnehmung und Gestaltung" (2003), "Filmische Selbstreflexionen" (2004) und die "Suche nach der Authetizität im Film" (2005). Weitere Theman waren „Der filmische Raum“, die Beschäftigung mit der Geschichts-darstellung in Filmen: Erinnern - Vergessen – Verarbeiten (2007), „Eros und Tod“ (2008) und der Aktualität geschuldet: „Digitale Welten (2009), wobei wir jenseits der Technik die Frage stellten, inwieweit die Gigitalisierung inhaltlich oder ästhetisch Neues bietet.
Von Anfang an ist der BV kommunale Filmarbeit Mitveranstalter und Partner von Cinema Quadrat. Mit dem BV Kamera (seit 1998), dem BV Filmschnitt-Editor (seit 1999) und immer wieder einzeln hinzukommenden Verbänden und Gruppierungen (1991 Deutsche Gesellschaft für Fotografie, 2005 die AG-DOK) wurden weitere Kooperationspartner gefunden, die teilweise durch die Vermittlung von Referenten, teilweise durch die Mobilisierung von Teilnehmern die Symposien nachhaltig mitprägten. Gerade die Vertreter aus dem produktiven Bereich (Kamera/Schnitt) bieten einen Kontrast zu ähnlichen Veranstaltungen aus dem Bereich der Medien-Wissenschaft und Filmkritik. Der "Dialog zwischen Produktion und Rezeption" ist damit gewissermaßen zum Markenzeichen der Symposien in den letzten 8 Jahren geworden.
Der Erfolg von 25 Jahren kontinuierlicher Arbeit fordert heraus, weiter zu machen und wir wünschen uns hierfür Teilnehmer, die unsere Arbeit schätzen und Geldgeber, die sie möglich machen, damit wir weiter auf hohem Niveau - aber auch für interessierte Laien verständlich - inhaltlich über Film reflektieren und seltene Filme sichten können.
Peter Bär