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CINELATINO 2013
19. - 26. Mai 2013
Im Rahmen des CineLatino Festivals Mannheim – Heidelberg zeigen wir spanischsprachige Filme in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Jedes Jahr im Mai bieten wir ein vielseitiges Programm mit Filmen aus und über Lateinamerika. Von international prämierten Spielfilmen bis hin zu aktuellen Dokumentationen ist alles dabei!
El amigo alemán – Der deutsche Freund Argentinien/DEU 2011. R: Jeanine Meerapfel. 100 Min. FSK: 12
Buenos Aires in den 50er Jahren: Hier wächst Sulamit auf, Tochter jüdischer Emigranten, die aus Nazideutschland fliehen mussten. In Argentinien leben sie in unmittelbarer Nachbarschaft mit ebenfalls emigrierten Nazis - direkt gegenüber wohnt die Familie von Friedrich, mit dem Sulamit sich anfreundet. Als er erfährt, dass sein Vater tatsächlich SS-Offizier war, bricht Friedrich mit seinen Eltern. In Deutschland will er den Wurzeln seiner Familie auf den Grund gehen - und Sulamit reist ihm nach. Doch sein politisches Engagement scheint keinen Raum für eine Beziehung zu lassen, wie Sulamit sie sich wünscht… Die Regisseurin ist anwesend. So 19. Mai, 19.30 Uhr
Jardín de Amapolas – Der Garten von Amapolas
COL 2012. R: Juan Carlos Melo Guevara. D: Juan Carlos Rosero, Paula Paez. 88 Min. OmdtU. FSK: nicht vorgelegt
Nachdem sein Vater Emilio, von seinem Land vertrieben wurde, findet sich der neunjährige Simon auf einer illegalen Mohnplantage wieder, wo Emilio Arbeit gefunden hat. Bald schon werden Vater und Sohn in die krummen Geschäfte der Plantagenbetreiber hineingezogen und geraten zwischen die Fronten im kolumbianischen Drogenmilieu zwischen Militär und Kartellen. Die Freundschaft zu einem gleichaltrigen Mädchen hilft Simon, die Wirren und Abenteuer zu überstehen, die ein Aufwachsen in diesem Umfeld mit sich bringt. Das konsequent aus der Kinderperspektive erzählte Drama wirft einen bewegenden Blick auf die harten Realitäten Kolumbiens, erzählt dabei aber auch von Freundschaft, Solidarität und Hoffnung.
So 19.5, 22.00 Uhr
3/Tres
URU 2012. R: Pablo Stoll. D: Humberto de Vargas, Sara Bessio. 119 Min. OmdtU. FSK: 0
Rodolfo, seine Exfrau Graciela und seine Tochter Ana waren einmal eine Familie. Jetzt sitzt er allein in seiner Wohnung, seine neue Freundin schaut kaum noch vorbei, und die Fußballkumpels lassen ihn auch hängen. Nur seine sorgsam umhegten Pflanzen bieten noch Trost. Doch auch seine Exfrau und Ana gehen durch Krisen – bis es sich nicht länger vermeiden lässt, dass die Wege aller drei sich wieder kreuzen. Vor allem, weil Rodolfo sich ungefragt aufdrängt und nützlich machen will, um seinen Platz in der Familie zurück zu erobern...
Mo. 20.5., 19.30 Uhr & Mi. 22.5., 21.30 Uhr
Juan de los muertos – Juan of the dead
CUB 2011. R: Alejandro Brugués. D: Alex Díaz de Villegas, Jorge Molina. 92 Min. OmdtU. FSK: 16
Auf Kuba sind die Zombies los! Immer mehr Untote attackieren die schutzlose Bevölkerung - und vom kubanischen Staatsfernsehen werden prompt die USA dafür verantwortlich gemacht. Die Kleinganoven Juan und Lazaro versuchen, aus der Krise Profit zu schlagen, indem sie sich als Zombiekiller anbieten. Sie ahnen nicht, welche Ausmaße die Zombieseuche annehmen wird - und müssen schließlich fliehen. Die schwarzhumorige Horrorkomödie nimmt auf blutige, aber auch extrem vergnügliche Weise das marode kubanische Staatssystem satirisch aufs Korn.
Mo. 20.5., 21.30 Uhr
¡No! – Nein
CHL 2012. R: Pablo Larrain. D: Gael García Bernal, Antonia Zegers. 115 Min. OmdtU. FSK: 6
Eine junger chilenischer Werbefachmann, der bisher weniger durch politisches Engagement als vielmehr durch smarte Kampagnen für Softdrinks aufgefallen ist, gerät eher widerwillig in eine Situation, die ihn zunehmend politisiert: Er soll 1988 durch eine Werbekampagne für genug Nein - Stimmen sorgen, um das Regime des Diktators Pinochet zu beenden. Die Regierung hat die Volksabstimmung eigentlich nur pro forma und zur Beschwichtigung des Auslands angesetzt und rechnet nicht ernsthaft mit Gegenwind, zumal Pinochet die Medien weitgehend kontrolliert. Doch dann entwickelt die Kampagne eine ganz eigene Dynamik...
Di 21.5., 19.30 Uhr & Do. 23.5., 21.30 Uhr
Girimunho – Swirl
BRA 2011. R: Helvécio Marins Jr., Clarissa Campolina. D: Maria Sebastiana, Martin Alvaro. 90 Min. OmdtU. FSK: nicht vorgelegt
Bastu ist eine alte Frau, die in einem kleinen Ort tief im brasilianischen Hinterland lebt. Erst kürzlich hat sie ihren Mann verloren, doch ihre Enkelkinder und ihr nicht zu brechender Lebensmut halten sie aufrecht, und mit der Gelassenheit des Alters schickt sie sich an, ihr Leben neu zu ordnen. Der halbdokumentarische, mit Laiendarstellern besetzte Film, der das ländliche Leben in Brasilien zwischen Tradition und Moderne, Spiritualität und Wirklichkeit, Traum und Realität erkundet, wurde auf zahlreichen internationalen Festivals ausgezeichnet.
Di. 21.5., 21.30 Uhr
La suerte en tus manos – Das Glück in deinen Händen
ARG 2012. R: Daniel Burman. D: Jorge Drexler, Norma Aleandro. 110 Min. OmdtU. FSK: 0
Uriel ist professioneller Pokerspieler. Nach der Scheidung von seiner Frau hat er vor, das Leben und die Liebe nun so richtig zu genießen. Zwei Kinder aus seiner gescheiterten Ehe sind mehr als genug, ein weiteres Kind von einer seiner Affären kann er überhaupt nicht gebrauchen, und so beschließt er, sich sterilisieren zu lassen. Doch als er seiner Jugendliebe Gloria wieder begegnet, stellt sich die Lage plötzlich völlig anders dar…
Romantische Komödie mit dem Oscarpreisgekrönten Musiker und Songwriter Jorge Drexler.
Mi. 22.5., 19.30 Uhr
O palhaco – Der Clown
BRA 2011. R: Selton Mello. D: Paolo José, Selton Mello. 98 Min. OmdtU. FSK: nicht vorgelegt
Sie sind Vater und Sohn, und sie sind beide passionierte Clowns, die mit dem “Circus Hope” durch die Lande tingeln: Valdemar und Benjamin kennen das Leben nur so, frei und immer auf Achse, ohne festen Wohnsitz, ohne feste Bindungen und ohne Sozialversicherungsnummer. Lange Zeit waren sie sich selbst genug, doch dann gerät Benjamin in eine Krise: Weder findet er sich selbst noch lustig genug, um andere zu bespaßen, noch will er weiter ruhelos herumziehen. Kann es sein, dass er sich nach einem spießigen, bürgerlichen Leben sehnt?
Do. 23.5., 19.30 Uhr
Mejor no hablar de ciertas cosas – The Porcelain Horse
ECU 2012. R: Javier Andrade. D: Víctor Arauz, Andrés Crespo. 103 Min. OmeU. FSK: nicht vorgelegt
Paco und Luis sind Brüder aus gutem, bürgerlichem Hause. Beide taumeln richtungslos durchs Leben, verbringen ihre Tage Crack rauchend. Als die Sucht sie zunehmend in Besitz nimmt, will Luis eines Tages ein Porzellanpferd aus der elterlichen Wohnung stehlen, um es zu versilbern. Als der Vater dies bemerkt gerät die Situation außer Kontrolle. Die Familie droht auseinander zu brechen …
Fr. 24.5., 19.30 Uhr
Carne de perro – Dog flesh
CHL 2012. R: Fernando Guzzoni. D: Alejandro Goic, Daniel Alcaíno. 76 Min. OmeU. FSK: nicht vorgelegt
Zorn, Einsamkeit und Selbsthass prägen Alejandros Leben. Unter dem Regime Pinochets war er ein grausamer Folterer, jetzt soll er zum rechtschaffenen Demokraten „umgeschult“ werden. Doch er besucht die dafür vorgesehenen Kurse kaum, versinkt stattdessen in dunklen Träumen und droht von den Dämonen der Vergangenheit immer wieder eingeholt zu werden. Kann er sich selbst neu erfinden und die Wunden, die das diktatorische Regime auch bei ihm, einem „Täter“, hinterlassen hat, aus eigener Kraft heilen?
Fr. 24.5., 21.30 Uhr
Miss Bala
MEX 2012. R: Gerardo Naranjo. D: Stephanie Sigman, James Russo. 113 Min. OmdtU. FSK: 16
Armut, Drogen und Gewalt prägen das Leben im Norden Mexikos. Aus dieser Welt hofft Laura sich verabschieden zu können, indem sie ihren großen Traum verwirklicht: Einmal Schönheitskönigin zu werden, im Rampenlicht bewundert zu werden! Als sie zufällig in einem Nachtclub den Überfall eines Drogenkartellkommandos miterlebt, gerät sie an den brutalen Bandenboss Lino. Er zwingt sie zu Kurierdiensten und verhilft ihr zum Sieg bei der Miss-Wahl – doch damit gerät sie noch tiefer in die Gewaltspirale zwischen Drogenkartellen und Polizei. Der kraftvolle, düstere Thriller, basierend auf der Geschichte der „Miss Narco“ genannten Schönheitskönigin Laura Zuniga, wurde 2011 in Cannes gefeiert und war 2012 Mexikos Kandidat für den Auslands-Oscar.
Sa. 25.5., 19.30 Uhr & So. 26.5., 22.00 Uhr
El lenguaje de los machetes – Machete language
MEX 2011. R: Kyzza Terrazas. D: Andrés Almeida, Jessy Bulbo. 85 Min. OmeU. FSK: nicht vorgelegt
Ray und Ramona sind ein explosives Duo wie einst Bonny und Clyde. Sie ist eine rebellische Punkrockerin (gespielt von der in Mexiko populären Punkmusikerin Jessy Bulbo, die auch Musik zum Film beisteuerte), er ein im politischen Untergrund umtriebiger Aktivist, der gegen das herrschende System angeht. Die Wut auf alltägliche Ungerechtigkeiten und das repressive Regime treibt sie an und schweißt sie auch als Liebespaar zusammen. Schon bald scheinen auch gewalttätige terroristische Aktionen nicht mehr ausgeschlossen. Doch dann beginnen sich die beiden auseinander zu entwickeln...
Sa. 25.5., 21.30 Uhr
Chamaco
CUB 2010. R: Juan Carlos Cremata Malberti. D: Fidel Betancourt, Aramís Delgado. 90 Min. OmeU. FSK: nicht vorgelegt
Die Schattenseiten Kubas kommen durch die zufällige Aufdeckung eines Verbrechens ans Licht. Ein junger Mann wird im Central Park von Havanna ermordet aufgefunden. Ein korrupter Kommissar, der Verbindungen in die Unterwelt Kubas hat, übernimmt die Ermittlungen. Die Spur führt in die Abgründe der männlichen Prostitution, die er aus eigener Erfahrung kennt…
Mit „Chamaco“ gelang dem renommierten Regisseur Cremata Malberti ein mutiger Film über Homophobie und Prostitution, der auf Kuba große Aufmerksamkeit auslöste.
Der Regisseur ist anwesend.
So. 26.5., 19.30 Uhr
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