KOMMUNALES
KINO MANNHEIM
im Collini-Center

22.12.09

Kurze, bunte Filme für alle von allen

Mannheimer Morgen berichtete über den Goldenen Hirsch

Autor: Bernd Mand

Vor knapp zweieinhalb Jahren fing der ganze Rummel an. Im Mannheimer Cinema Quadrat und dem Heidelberger Karlstorkino begann damals die große Jagd auf den goldenen Rudelführer. Die Idee war ein ganzjähriges regionales Kurzfilmfestival, das nach einer Periode von zwei Jahren in der finalen Preisverleihung gipfeln sollte. Und genau so sollte es dann auch geschehen. Zwei Jahre lang tauchten die Einladungen zum "Goldenen Hirsch" immer wieder auf, auch bei den Strümpfen im Jungbusch wurde gespielt, und am Ende verlieh man den großen Endhirsch im Rahmen des dreitägigen Finales im Heidelberger Karlstorbahhof.

Ebenso charmant wie wahnwitzig scheint einem das Unterfangen. Umso erfreulicher daher auh die Tatsache, dass der Hirschkampf jetzt gestärkt in die zweite Jagdsaison starten konnte. Als neue regelmäßige Spielstätte hat man die Alte Feuerwache hinzugewinnen könne, die am Eröffnungsabend gleich aus allen Nähten zu platzen drohte. Vor ausverkauftem Haus zeigten die Programmmacher zehn regionale Kurzfilmanwärter, die unterschiedlicher nicht hätten sein können.

Musikvideo und Animationsfilm

Vom Amateur-Musikvideo des Ludwigshafener Musikers Dr-Ug über den leinrührigen Animationsfilm "Der Preis der Freiheit" von Theresa Schaub bis zum aufwendig inszenierten historischen Minidramolette "Swastika" von Julián Cácares Aravena bespielten die Beiträge ein weites filmisches Feld.

Den mit 100 Euro dotierten goldenen Hirsch a diesem Abend gewann die Mannheimer Filmgesellschaft Projekt Gold von Simone Wendel mit ihrer zartbitteren Tragikomödie "Suizid Spengler" und sicherte sich damit die Teilnahme am Endhirsch in zwei Jahre, bei dem ein Preisgeld von 500 Euro auf den Sieger wartet.Abgestimmt hat ausschließlich das Publikum. Eine weitere großartige Eigenschaft dieses Ausnahme-Festivals, das sich nach allen Seiten hin öffnet und dabei Filmemachern und Zuschauern eine ungezwungen demokratische Austauschplattform bietet.

Science Fiction und Montage

Ganz abgesehen vom großartigen Spaß, den einzelne Filmbeiträge, wie das Science-Fiction-Trash-Abenteuer "Dimensionsloch 31.4" von Yuhri Dohle-Friederici lieferten. Oder auch den schräg pholosophischen Montage-Ausführungen in Eckhard Kruses "The Fastest Way". Filme darf im Übrigen weiterhin jedermann und jederfrau aus der Metropolregion Rhein-Neckar einreichen, ganz unabhängig von der jeweiligen Vorausbildung. Also, nichts wie ran an die heimischen Schneideprogramme.

Nächster Termin: 13. Januar, 19,30 Uhr, im Karlstorkino.

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